Der Holzweg

Holz wurde schon immer als Baustoff eingesetzt. Neben den gewohnten Holzhäusern wird Holz auch in Kombination mit Stahl und Beton oft in der Bauwerksplanung verwendet. Holz bietet so vielfältige Möglichkeiten zum Einsatz an, wie kaum ein anderer Baustoff – und die Einsatzmöglichkeiten werden immer vielfältiger.

Jedes Holzhaus wächst nach

Das in einem durchschnittlichen Haus (140 m²) verwendete Holz (ca. 45 m³) wächst allein in Deutschland innerhalb von 25 Sekunden nach. So wächst weltweit mehr Holz nach als insgesamt verwendet wird. Im Allgemeinen wird bei der Holzverarbeitung weitaus weniger Energie aufgewendet als bei den Baustoffen Stahl und Beton. Aber das ist nur die eine Seite der hölzernen Medaille. Die zweite Seite ist die der umweltverträglichen Eigenschaften von Holz im Bereich des Rück- und Abbaus. Holz kann nämlich wie kaum ein anderer Baustoff recycelt werden und dies auch noch mit deutlich weniger Energieaufwand als andere Materialien. Wer also mit Holz baut der reduziert den eigenen Energieverbrauch und schützt die Umwelt in einem nachhaltigen Maß.

Wenn Holz atmet

Wenn Holz atmet, dann ist damit die Bindung des CO² in der Atmosphäre gemeint. Denn Holz besitzt die Eigenschaft während des Wachstums Photosynthese zu betreiben und damit CO² aufzunehmen. Dabei wird nicht nur ein kleiner Teil des CO² gebunden, sondern weitaus mehr als bei der Verarbeitung des Holzes (z.B. beim Sägen usw.) freigesetzt wird. CO² wird immer dann in die Luft freigesetzt, wenn Energie in irgendeiner Form verbraucht wird, was wiederum den Treibhauseffekt erhöht. Wer mit Holz baut der sorgt nicht nur für frische Luft sondern auch für weniger CO² Belastung.

Holzbau und Haltbarkeit

Die Lebensdauer bzw. Haltbarkeit im Holzbau ist heutzutage besonders wichtig. Deshalb darf es keinen Unterscheid zum konventionellen Massivhaus geben und den gibt es auch nicht. Gerade was Baustoffe, Bauphysik und Konstruktion angeht, hat es in den vergangenen 50 Jahren eine erhebliche Qualitätssteigerung im Holzhausbau gegeben. So kann ein Gebäude aus Holz bei entsprechender Pflege weitaus mehr als 100 Jahre alt werden und für mehrere Generationen verwendbar bleiben. Ein gutes Beispiel für die Haltbarkeit von Holzhäusern sind die historischen Fachwerkhäuser. Diese sind bis zu 500 Jahre alt und wurden unter primitivsten Umständen erbaut und bestehen noch immer.

Brandschutz

Keine Frage, Holz brennt. Denn so gut wie jeder hat schon einmal ein Lagerfeuer gemacht oder einen offenen Kamin entzündet. Hieraus lässt sich aber nicht schließen, dass ein Holzhaus schlechtere Brandschutzeigenschaften hat, als ein Haus aus Stein und Stahl. Zumal immer öfter öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten in Holzbauweise errichtet werden und das hat einen Grund: Wer mit Holz baut der geht kein höheres Brandrisiko ein, denn je dicker das Holz, desto schwerer ist es entflammbar. Und im Holzbau wird ausschließlich Konstruktionsvollholz für die tragenden Teile, wie Balken und Stützen, verwendet. Daher werden die tragenden Teile grundsätzlich dicker ausgeführt als statisch notwendig und dies kann im Brandunfall überlebenswichtig sein.

Aufgrund der Dicke und Dichte des Konstruktionsvollholzes wird ein gleichmäßiges und langsames Abbrennen gewährleistet, dass im Gegensatz zu Stahl oder Stahlbeton, nicht unerwartet in seiner Tragkraft versagt. Das liegt daran, dass sich um verbranntes Holz eine dünne aber gleichsam isolierende Kohleschicht bildet, die den Kern des Holzes vor zu schnellem Abbrennen schützt. Dies schafft Zeit und Zeit kann in einer solchen Situation lebensrettend sein.

Unsere Holzhäuser erfüllen die bauaufsichtlichen Brandschutzanforderungen nach DIN EN 4102 und stehen insofern dem Massivbau im nichts nach.

Schallschutz

Zum Wohlbefinden in einem Wohnhaus ist natürlich der Schallschutz wesentlich. Weniger Lärm bedeutet mehr Lebensqualität und genau dies möchte jeder Bauherr haben.

Schallschutz gliedert sich in Luft- und Trittschallschutz. Unter Luftschallschutz sind Geräusche wie z.B. fahrende Autos, laute Musik oder spielende Kinder gemeint, die auf Wände und Decken treffen. Unter Trittschall sind selbstverursachte Geräusche, wie z.B. durch sich bewegende Personen oder dem bewegen von Möbel, gemeint.

Ob im Ein- oder Mehrfamilienhaus, unsere innovative GreMagor-Konstruktion ermöglicht im Einklang mit modernsten Schallschutzvorrichtungen einen zeitgemäßen Luft- und Trittschallschutz. Dies wird durch den mehrschichtigen Wand- und Deckenaufbau ermöglicht und erfüllt die bauaufsichtlichen Schallschutzanforderungen nach DIN EN 4109.

Schädlingsvermeidung

Der moderne Holzbau nutzt zur Schädlingsvermeidung im Gegensatz zu Früher keine chemischen Holzschutzmittel. Durch technisch getrocknetes Holz (Konstruktionsvollholz), wird das zu verbauende Holz bereits kurz nach der Baumfällung im Sägewerk auf eine Restfeuchte von bis zu 18% Restfeuchte getrocknet. Dagegen hat frisches Holz eine Feuchte von über 40%. Dadurch werden vorhandene Schädlinge getötet und das Eiweiß, das als Nahrung für Schädlinge dient gerinnt und wird dadurch völlig unbrauchbar. Dasselbe gilt natürlich auch für pilzliche Schädlinge.